Fort Tucapel, Kolonialfort in Cañete, Chile
Fort Tucapel ist eine verfallene Festung in Cañete, Chile, die 1553 aus einer Palisade mit Graben bestand und 1557 in Stein wiederaufgebaut wurde. Sie diente den ersten Siedlern von Cañete de la Frontera im Jahr 1558 als Zuflucht. Heute dient die Stätte als Freilichtmuseum mit einer kleinen Ausstellung spanisch-kolonialer und mapuchescher Objekte.
Pedro de Valdivia gründete Tucapel im Frühjahr 1553 als Palisade mit Graben, besetzt von Hauptmann Martín de Ariza und sechs Männern. Mapuche zerstörten sie Anfang Dezember 1553; Valdivia fiel am 25. Dezember in der Schlacht von Tucapel. García Hurtado de Mendoza ließ sie ab dem 6. Dezember 1557 in drei Tagen aus Stein wieder aufbauen; 1642 wurde sie gemäß den Paces de Quillín abgetragen.
Heute dient die Stätte als Freilichtmuseum mit einer kleinen Ausstellung spanischer Objekte aus der Kolonialzeit und solcher der Mapuche aus derselben Epoche. Sie ist zudem Endpunkt der „Vía Ceremonial La Araucana“, die am Nordzugang von Cañete beginnt und mit Fragmenten von Alonso de Ercillas Gedicht La Araucana geschmückt ist.
Das Gelände ist teilweise restauriert und zeigt erhaltene Steinstrukturen sowie archäologische Überreste, die man zu Fuß erkunden kann. Es ist ratsam, festes Schuhwerk mitzunehmen und Zeit für einen Rundgang einzuplanen.
Das Fort von 1553 war eine von einem Graben umgebene Palisade, die Hauptmann Martín de Ariza mit nur sechs Männern hielt. 1647 verzeichnet Juan Diez de la Calle im Tercio de Tucapel drei Reiter- und fünf Infanteriekompanien mit 540 Stellen unter einem Maestre de Campo. Heute ist der Ort ein Freilichtmuseum mit spanisch-kolonialen und mapuchezeitlichen Objekten.
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