Río Gallegos, Provinzhauptstadt im südlichen Patagonien, Argentinien
Río Gallegos ist die Hauptstadt der südlichen Provinz Santa Cruz in Patagonien, Argentinien. Die Stadt erstreckt sich entlang der Nordseite der Mündung des gleichnamigen Flusses und dient als Verwaltungs- und Handelszentrum für die umliegende Region.
Ramón Lista gründete die Siedlung 1885, um den Anspruch Argentiniens auf die südliche Patagonia zu festigen. Drei Jahre später wurde sie Hauptstadt des damaligen Territoriums Santa Cruz, das sich erst im 20. Jahrhundert zur Provinz entwickelte.
Der Name stammt von einer Gruppe spanischer Seefahrer, die zu Beginn der Kolonialzeit nach Gallizien benannt wurde. In der Nähe des Hafens stehen alte Wellblechhäuser aus der Zeit der Schafzucht, die heute noch bewohnt sind und an die ersten Siedler erinnern.
Die Hauptstraßen verlaufen parallel zum Flussufer, wo auch die meisten Geschäfte und öffentlichen Gebäude zu finden sind. Der Wind aus dem Südatlantik kann das ganze Jahr über stark sein, besonders im Frühling und Herbst, also windfeste Kleidung einpacken.
Am Ufer des Flusses sammeln sich im Sommer oft Hunderte von Möwen, die dem starken Wind trotzen und über die Kieselstrände wandern. Ihre Präsenz erinnert daran, dass diese Stadt an einer Wasserscheide zwischen kontinentalem Patagonien und den offenen Gewässern liegt.
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