Cerro Azul, Schichtvulkan in der Region Maule, Chile
Cerro Azul ist ein Schichtvulkan in der Region Maule, der sich 3.788 Meter über dem Meeresspiegel erhebt und an seinem Gipfel ein Kraterbecken aufweist. Die Flanken des Vulkans sind von mehreren Nebenkratern und Schlackenkegeln durchsetzt, die aus überlagerten Schichten von Vulkanasche und Lavaströmen bestehen.
Die belegte Aktivität des Cerro Azul beginnt 1846, als ein effusiver Ausbruch den Schlot öffnet, aus dem der Quizapu-Krater an der Nordflanke entsteht, und ein Lavafeld von 8 bis 9 km² hinterlässt. Phreatische und strombolianische Ausbrüche hoben diesen Krater zwischen 1907 und 1932 aus. Am 10. April 1932 folgte am Quizapu eine plinianische Eruption, eine der stärksten Chiles, deren Asche bis Buenos Aires, Südbrasilien und Montevideo reichte. Der letzte Ausbruch war 1967.
Der Name Quizapu, verwendet für den Krater an der Nordflanke und oft für den ganzen Vulkan, ist die lokale Bezeichnung dieses Schloten, der auch Cerro del Medio („mittlerer Hügel") und Volcán Nuevo („neuer Vulkan") heißt, weil er erst 1846 entstand. Die plinianische Eruption vom 10. April 1932 trug Asche bis nach Buenos Aires, Südbrasilien und Montevideo, eine Ausbreitung, die das Ereignis weit über die Region Maule hinaus im Gedächtnis verankerte.
Der Zugang erfordert spezielle Genehmigungen und fachkundige Führung, da das Gelände geologischen Gefahren und wechselhaften Wetterbedingungen ausgesetzt ist. Es ist wichtig, sich vor dem Besuch über örtliche Vorschriften zu informieren und angemessene Ausrüstung sowie erfahrene Begleiter zu haben.
Die Struktur zeigt ein komplexes System von Neben- und Flankenkratern, die auf eine lange Geschichte unterschiedlicher eruptiver Prozesse hindeuten. Dieses Muster offenbart, wie verschiedene Arten von Vulkanaktivität im Laufe der Zeit das Aussehen und die Form des Bergs verändert haben.
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