Fábrica de Manufacturas Sumar, Textilproduktionskomplex in San Joaquín, Metropolregion Santiago, Chile.
Die Fábrica de Manufacturas Sumar ist ein Textilkomplex in San Joaquín mit mehreren Gebäuden, die ursprünglich für Baumwollspinnerei und Stoffproduktion genutzt wurden. Die Anlage beherbergte auch Maschinen zur Herstellung von Kunstfasern und wurde 2016 in ein Einkaufszentrum mit etwa 40 Läden umgewandelt, wobei die originalen Architekturelemente erhalten blieben.
Der Komplex wurde 1946 von dem palästinensischen Einwanderer Salomón Sumar gegründet und führte 1957 die erste Nylonproduktionslinie in Südamerika ein. Diese Innovation machte die Fabrik zu einem technologischen Zentrum in der Region und prägte die Industrieentwicklung Chiles für Jahrzehnte.
Das Wohnviertel wurde speziell gebaut, um Arbeiter und ihre Familien unterzubringen, was zeigt, wie Fabriken das Gemeinschaftsleben organisierten. Besucher können heute noch die Gebäude sehen, die diese enge Verbindung zwischen Arbeit und Wohnen widerspiegeln.
Das Outlet eröffnete am 17. August 2016 unter dem Namen La Fábrica Patio Outlet, eine Tochtergesellschaft der Grupo Patio, mit mehr als vierzig Geschäften, überwiegend für Kleidung. Die 2015 vorgestellte Umgestaltung bewahrte die Industriestrukturen und ergänzte neue Elemente in eklektischem Stil; man geht also durch die alten Fabrikhallen zu den Läden.
Während des Putschs von 1973 überwachten Militärhubschrauber die Anlage, da dort eine hohe Konzentration von Gewerkschaftsführern arbeitete. Dieses Ereignis zeigt die politische Bedeutung der Fabrik und ihrer Arbeiterbevölkerung in Chiles Geschichte.
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