Estadio Víctor Jara, Historisches Monument und Sportstadion in Santiago, Chile
Das Víctor-Jara-Stadion ist eine Sporthalle in der Gemeinde Santiago in der chilenischen Hauptstadt, die sowohl als Sportstätte als auch als historisches Denkmal dient. Die Halle bietet Platz für mehrere tausend Zuschauer und verfügt über eine überdachte Spielfläche mit Beton- und Kunststoffoberflächen, die für Basketball, Volleyball und andere Hallensportarten genutzt wird.
Nach dem Militärputsch vom 11. September 1973 wurde die Sporthalle in ein Gefangenenlager umgewandelt, in dem Tausende Menschen festgehalten und gefoltert wurden. Der Liedermacher Victor Jara gehörte zu den Häftlingen, die hier in den Tagen nach dem Putsch starben, und 2003 erhielt die Anlage seinen Namen als offizielle Erinnerungsstätte.
Nach dem chilenischen Liedermacher Victor Jara benannt, der im September 1973 hier festgehalten und getötet wurde, trägt das Gebäude heute den Namen eines Künstlers, dessen Lieder in ganz Lateinamerika gesungen werden. Besucher sehen Gedenktafeln und Wandmalereien, die an die Opfer der Diktatur erinnern und zeigen, wie sich dieser Ort vom Sportzentrum zum Mahnmal wandelte.
Das Gebäude liegt in der Nähe des Stadtzentrums und ist über die öffentlichen Verkehrsmittel gut erreichbar. Besucher können die Sporthalle während laufender Veranstaltungen oder nach Absprache besichtigen, wobei auf den Gedenktafeln im Innenraum ausreichend Zeit eingeplant werden sollte.
Die Anlage beherbergt ein kleines Museum mit Fotografien und persönlichen Gegenständen der Gefangenen aus der Zeit der Diktatur. Einige der Betonwände tragen noch Spuren der ursprünglichen Nutzung als Internierungslager, die bei Führungen gezeigt werden.
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