Amazonas, Südamerikanisches Flusssystem im nördlichen Brasilien.
Der Amazonas ist ein Flusssystem in Südamerika, das sich durch neun Länder zieht und auf brasilianischem Gebiet seine größte Ausdehnung erreicht. An manchen Stellen erreicht er eine Breite von über 11 Kilometern, wobei sich während der Regenzeit Teile der Uferzone in flache Überschwemmungsgebiete verwandeln.
Europäische Entdecker erreichten den Fluss im 16. Jahrhundert und nannten ihn nach den kämpfenden Frauen, denen sie in Legenden begegneten. Über Jahrhunderte blieb das Gebiet schwer zugänglich, bis Dampfschiffe im 19. Jahrhundert den Transport und Handel erleichterten.
Indigene Gemeinschaften leben in Dörfern entlang der Ufer und verkaufen Fisch, geflochtene Körbe und handgeschnitzte Holzfiguren auf schwimmenden Märkten. Ihre Kinder paddeln in Kanus zur Schule, während Familien in Pfahlhäusern wohnen und täglich am Fluss ihre Wäsche waschen und Geschirr spülen.
Der Zugang erfolgt meist per Boot von Städten wie Manaus oder Iquitos aus, wobei Regenzeit und Trockenzeit den Wasserstand und die Breite der Kanäle stark verändern. Lange Ärmel und Insektenschutz sind wegen des feuchten Klimas und der zahlreichen Mücken ratsam.
Während der Regenzeit tritt das Wasser über die Ufer und flutet den Wald auf beiden Seiten, sodass Boote zwischen Baumstämmen hindurch fahren. Delfine in rosa Färbung schwimmen im trüben Wasser und werden manchmal von Einheimischen als Glücksbringer betrachtet.
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