Quimsachata, Erloschener Vulkan in der Provinz Canchis, Region Cusco, Peru.
Quimsachata ist ein schlafender Vulkan in den Anden der Provinz Canchis, Region Cusco, Peru, etwa 24 Kilometer nordwestlich von Sicuani. Er besteht aus zwei Zentren: einem Schlackenkegel mit einem Lavafeld und dem Oroscocha-Lavadom mit zwei Lavaströmen von bis zu 20 Metern Mächtigkeit. Der Dom ist dunkler als die Ströme und bedeckt 1,5 Quadratkilometer.
Der Vulkan entstand durch zwei getrennte Eruptionsphasen, wobei die erste vor etwa 11.500 Jahren den Schlackenkegel bildete. Eine spätere Eruption erzeugte die ausgedehnten Lavaströme, die heute noch die Landschaft bestimmen.
Der Name Quimsachata stammt wahrscheinlich von Aymara und Quechua kimsa, „drei“, und Pukina chata, „Berg“. Zur Gruppe gehört ein zweiter Vulkan, Oroscocha, dessen Lavastrom den Lauf des Río Vilcanota veränderte. Lokale Inka-Mythen könnten sich auf die vulkanische Aktivität am Quimsachata beziehen, obwohl die Ausbrüche lange vor ihrer Zivilisation stattfanden.
Der Vulkan liegt etwa 24 km nordwestlich von Sicuani in der Provinz Canchis, Region Cusco; das Gebiet wird von in- und ausländischen Touristen besucht und weist archäologische Stätten auf. Stand 2021 war der Quimsachata nicht überwacht, Pläne für ein Messnetz bestehen jedoch; er gilt als Vulkan mit sehr geringer Gefahr. Der Oroscocha-Dom liegt bei 14°05′48″S 71°22′00″W.
Der Vulkankomplex umfasst neben dem Schlackenkegel auch eine separate Kuppelstruktur mit mächtigen Lavaablagerungen, was ihn geologisch vielfältiger macht als ein typischer Einzel-Vulkan. Diese beiden unterschiedlichen Strukturen lassen sich in der Landschaft ablesen, wenn man das Gebiet durchquert.
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