Quelccaya-Eiskappe, Tropischer Gletscher in der Cordillera Vilcanota, Peru.
Der Quelccaya-Eiskomplex liegt in der Kordillere Vilcanota in den peruanischen Anden und erstreckt sich in Höhen zwischen 5.200 und 5.700 Metern. Das Eis bildet ein großes Gebiet mit charakteristischen U-förmigen Tälern und zeigt überall Spuren des Gletscherschliffs in den Vulkangesteinen.
Seit 1974 entnehmen Wissenschaftler Eiskerne aus dem Gletscher, um Klimadaten und atmosphärische Bedingungen zu untersuchen. Diese Eisproben liefern Informationen über die Wetterverhältnisse bis zurück zum Jahr 470.
Die Gemeinden in der Nähe verehren das Eis als heiligen Geist, einen sogenannten Apu, von dem sie Schmelzwasser für ihre Felder und den täglichen Bedarf erhalten. Diese Verbindung zwischen Eis und Leben prägt das Selbstverständnis der Menschen in der Region.
Die Anfahrt führt vier Stunden von Cusco zum Dorf Phinaya, von dort beginnt eine achtständige Wanderung zum Gletscher durch hochalpines Gelände. Besucher sollten Zeit für die Höhenakklimatisierung einplanen und auf wechselhaftes Wetter vorbereitet sein.
Auf dem Eis selbst nisten Vogelarten, die normalerweise in tiefer gelegenen Regionen zu finden sind. Diese Anpassung an extreme Höhen und Kälte macht den Gletscher zu einem ungewöhnlichen Lebensraum.
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