Hängebrücke Q’iswachaka, Inka-Hängebrücke über den Apurímac-Fluss in Quehue, Peru
Queshuachaca ist eine Hängebrücke aus Gras und Seilen, die sich 28 Meter über den Fluss Apurímac erstreckt und zwei Gemeinden in 3.700 Metern Höhe in den Anden verbindet. Die Konstruktion besteht vollständig aus lokalen Materialien wie geflochtenen Fasern und wird jedes Jahr von Grund auf neu aufgebaut.
Dieses Bauwerk verkörpert eine 500 Jahre alte Ingenieurstradition aus dem Inkareich, als Hängebrücken ein wichtiger Teil des ausgedehnten Wegenetzes waren. Die Methoden, die heute angewendet werden, basieren auf den gleichen Prinzipien, die Inkaingenieure vor Jahrhunderten entwickelten.
Die vier Quechua-Gemeinden bewahren diesen Ort durch ein jährliches Ritual, bei dem Frauen Gräser zu Seilen flechten und Männer die Konstruktion zusammensetzen. Dieses gemeinschaftliche Handwerk zeigt, wie lokale Bewohner ihre handwerklichen Fähigkeiten über Generationen hinweg weitergeben und nutzen.
Der beste Zeitpunkt für einen Besuch ist im Frühling, wenn die jährliche Rekonstruktion stattfindet und man die traditionellen Bautechniken und Gemeindeveranstaltungen erleben kann. Der Ort ist abgelegen und erfordert einen anspruchsvollen Fußweg durch bergiges Gelände.
Dies ist die letzte noch funktionierende Grasmattenbücke aus Inka-Zeiten in ganz Peru, wo handgefertigte Seile aus lokalen Fasern verwendet werden. Interessanterweise ist dieser Rekonstruktionsprozess für Gemeinden gleichermaßen ein religiöses und spirituelles Ereignis wie ein praktisches Ingenieurfeat.
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