Tipón, Archäologische Stätte in der Provinz Quispicanchi, Peru
Tipón ist eine Inka-Fundstätte in der Provinz Quispicanchi bei Oropesa, zwischen 3.250 und 3.960 m Höhe. Bekanntester Abschnitt ist eine Gruppe rechtwinkliger Monumentalterrassen, bewässert durch Kanäle und einen Brunnen, der Wasser aus einer natürlichen Quelle leitet. Die Anlage umfasst 239 Hektar, ist von einer etwa 6 km langen Verteidigungsmauer umschlossen und wurde aus Basalt und Andesit errichtet.
Die Anlage entstand in der frühen Inka-Zeit, möglicherweise unter Pachacuti oder Topa Inca Yupanqui, als spezialisierte Siedlung für landwirtschaftliche Experimente. Die Inka entwickelten diesen Ort über Generationen zu einem wichtigen Zentrum für die Erprobung von Anbaumethoden in der Bergregion.
Der Ort war ein Zentrum für landwirtschaftliche Forschung und Wissensaustausch, wo verschiedene Pflanzensorten unter kontrollierten Bedingungen getestet wurden. Die terrassierten Felder zeigen noch heute die sorgfältige Planung der Inka, die hier Anbautechniken perfektionierten.
Der Ort liegt etwa eine Stunde mit dem Taxi oder öffentlichen Verkehrsmitteln von Cusco entfernt und ist über einen Wanderweg zu erreichen. Das Gelände ist teilweise hügelig und erfordert je nach Ausdauer unterschiedlich viel Zeit zum Erkunden.
Die American Society of Civil Engineers hat diese Anlage als internationales Denkmal der Ingenieurbaukunst anerkannt, besonders wegen ihres Wassermanagementsystems. Dies ist eine seltene Ehrung für ein präkolumbisches Projekt und zeigt, dass die Inka-Ingenieurkunst modernen Fachleuten imponiert.
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