Tipón, Archäologische Stätte in der Provinz Quispicanchi, Peru
Tipón ist eine archäologische Stätte in der Provinz Quispicanchi und erstreckt sich über ein großes Gelände mit zwölf in den Hang gebauten Terrassen. Ein natürlicher Bergquell speist ein ausgeklügeltes Wasserleitungssystem aus behauenen Steinen, das die gesamte Anlage mit Feuchtigkeit versorgt.
Die Anlage entstand in der frühen Inka-Zeit, möglicherweise unter Pachacuti oder Topa Inca Yupanqui, als spezialisierte Siedlung für landwirtschaftliche Experimente. Die Inka entwickelten diesen Ort über Generationen zu einem wichtigen Zentrum für die Erprobung von Anbaumethoden in der Bergregion.
Der Ort war ein Zentrum für landwirtschaftliche Forschung und Wissensaustausch, wo verschiedene Pflanzensorten unter kontrollierten Bedingungen getestet wurden. Die terrassierten Felder zeigen noch heute die sorgfältige Planung der Inka, die hier Anbautechniken perfektionierten.
Der Ort liegt etwa eine Stunde mit dem Taxi oder öffentlichen Verkehrsmitteln von Cusco entfernt und ist über einen Wanderweg zu erreichen. Das Gelände ist teilweise hügelig und erfordert je nach Ausdauer unterschiedlich viel Zeit zum Erkunden.
Die American Society of Civil Engineers hat diese Anlage als internationales Denkmal der Ingenieurbaukunst anerkannt, besonders wegen ihres Wassermanagementsystems. Dies ist eine seltene Ehrung für ein präkolumbisches Projekt und zeigt, dass die Inka-Ingenieurkunst modernen Fachleuten imponiert.
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