Coricancha, Sonnentempel in Cusco, Peru.
Coricancha ist ein Sonnentempel im historischen Stadtkern von Cusco, Peru, der aus sorgfältig bearbeiteten Steinblöcken aus Kalzit und Andesit besteht. Die präzise Bauweise zeigt fugenlose Verbindungen, bei denen sich die einzelnen Steine ohne Mörtel ineinanderfügen.
Der Tempel entstand im 15. Jahrhundert unter der Herrschaft des Inka-Herrschers Pachacuti, der ihn zum religiösen Zentrum des Reiches ausbauen ließ. Nach der spanischen Eroberung in den 1530er Jahren wurde das Kloster Santo Domingo direkt auf den verbliebenen Grundmauern errichtet.
Der Name bedeutet in Quechua "Goldenes Gehege" und erinnert an die metallverkleideten Mauern, die einst die Sonnenstrahlen reflektierten. Besucher betreten heute durch denselben Innenhof, den einst nur Priester und Adlige während der wichtigsten Zeremonien im Jahresverlauf betreten durften.
Das Gelände liegt inmitten der Altstadt und ist zu Fuß von der Plaza de Armas aus in wenigen Minuten zu erreichen. Die Höhenlage sollte bei der Planung des Besuchs berücksichtigt werden, da sich viele Reisende nach der Ankunft erst an die dünnere Luft gewöhnen müssen.
Im Haupthof befindet sich ein steinerner Pfeiler, der während der Sonnenwenden Schatten in bestimmte Richtungen wirft. Diese astronomische Funktion half den Inka-Priestern dabei, den landwirtschaftlichen Kalender und die Termine der religiösen Feste festzulegen.
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