Coricancha, Sonnentempel in Cusco, Peru.
Coricancha ist ein Sonnentempel im historischen Stadtkern von Cusco, Peru, der aus sorgfältig bearbeiteten Steinblöcken aus Kalzit und Andesit besteht. Die präzise Bauweise zeigt fugenlose Verbindungen, bei denen sich die einzelnen Steine ohne Mörtel ineinanderfügen.
Der Tempel entstand im 15. Jahrhundert unter der Herrschaft des Inka-Herrschers Pachacuti, der ihn zum religiösen Zentrum des Reiches ausbauen ließ. Nach der spanischen Eroberung in den 1530er Jahren wurde das Kloster Santo Domingo direkt auf den verbliebenen Grundmauern errichtet.
Der Quechua-Name Quri Kancha bedeutet „goldene Umfriedung“, von quri (Gold) und kancha (Umfriedung). Die Inka nannten den Tempel auch Intikancha oder Intiwasi, „Haus der Sonne“. Beim Inti Raymi zogen der Sapa Inca und die Curacas von Haucaypata in den Innenhof des Tempels, nachdem sie die Sonne der Junisonnenwende begrüßt hatten.
Das Gelände liegt inmitten der Altstadt und ist zu Fuß von der Plaza de Armas aus in wenigen Minuten zu erreichen. Die Höhenlage sollte bei der Planung des Besuchs berücksichtigt werden, da sich viele Reisende nach der Ankunft erst an die dünnere Luft gewöhnen müssen.
In einem Block der zweiten Steinlage befinden sich drei Löcher, die vielleicht Regenwasser oder Chicha aus dem Hof ableiteten. Der Folklorist Augusto León Barandiarán stellte fest, dass ihr Anschlagen die Töne D, A und G ergibt.
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