Convento San Agustín, Religiöser Komplex und Hotel im historischen Zentrum, Cusco, Peru
Das Convento San Agustín ist ein Steingebäudekomplex aus der Kolonialzeit in Cuscos Altstadt, das spanische Architektur mit Mauern aus Inkazeit verbindet. Das Anwesen erstreckt sich über mehrere Ebenen mit großen Innenhöfen und verzierten Fassaden, die verschiedene Architekturstile zeigen.
Augustinische Missionare gründeten das Kloster 1559 als spirituelles und administratives Zentrum in der neu gegründeten Kolonialstadt. Religiöse Gemeinschaften nutzten das Gebäude für Unterricht und Seelsorge bis ein Bombenanschlag während des Bürgerkriegs 1826 den Orden zur Rückkehr nach Lima zwang.
Das Gebäude zeigt die Vermischung von spanischen Kolonialtechniken mit Inkamauerwerk, wobei vorspanische Steine sichtbar in die Kolonialkonstruktion eingearbeitet wurden. Man kann diese handwerkliche Verbindung von zwei Kulturen beim Betreten der verschiedenen Räume und Höfe deutlich erkennen.
Das Gebäude ist heute als Hotel betrieben und beherbergt Gäste in vollständig renovierten Räumen mit modernem Komfort. Die Lage ermöglicht einen einfachen Zugang zu Fuß zur Hauptplatz und zu anderen Sehenswürdigkeiten in der historischen Altstadt.
Nach einem starken Erdbeben 1650 wurde das Gebäude beschädigt und Materialien daraus wurden später in anderen Cusco-Bauwerken wiederverwendet. Diese Steine finden sich heute in verschiedenen Gebäuden der Stadt, was zeigt, wie Baumaterial in der Kolonialzeit zirkulierte.
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