Kloster Santo Domingo, Dominikanerkloster im Zentrum von Cusco, Peru
Das Dominikanerkloster in Cusco kombiniert spanische Kolonialarchitektur mit präzise behauenen Inka-Steinblöcken, die vom früheren Sonnentempel stammen. Die Struktur zeigt zwei Baustile nebeneinander: unten die massiven, aufeinander abgestimmten Inka-Grundlagen und darüber die spanischen Kolonialgewölbe sowie einen Barockturm.
Die Dominikaner erbauten diesen religiösen Komplex 1534 auf dem Gelände des Qoricancha, wo die Inka-Bevölkerung zuvor den Sonnengott Inti verehrte. Die Spanier nutzten die vorhandenen Steinblöcke als Basis für ihre neue Struktur und schufen damit ein Gebäude, das beide Kulturen übereinander zeigt.
Die Kapelle zeigt eine Vermischung aus katholischen und Inka-Elementen, die in den sorgfältig behauenen Steinmauern und den Räumen sichtbar wird, die einst himmlischen Körpern gewidmet waren. Man kann diese Verbindung beim Betreten des Inneren unmittelbar spüren, da die ursprüngliche Inka-Architektur unter der spanischen Kirche sichtbar bleibt.
Das Kloster ist tagsüber für Besucher geöffnet und kann sowohl auf eigene Faust als auch mit einem Führer erkundet werden. Es gibt mehrere Räume zu durchqueren, und man sollte bequeme Schuhe tragen, da die Böden aus Stein bestehen und teilweise uneben sind.
Die Inka-Mauern bestehen aus Steinen, die so präzise zusammengepasst sind, dass selbst heute noch kein Messer zwischen ihnen passt. Mehrere starke Erdbeben haben diesen unteren Teil praktisch unversehrt gelassen, während die neuere spanische Konstruktion darüber mehrfach repariert werden musste.
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