Rumicolca, Präkolumbische archäologische Stätte im Bezirk Lucre, Peru
Rumicolca ist eine archäologische Stätte mit Steinbauten in den peruanischen Anden, die aus zwei verschiedenen Bauphasen stammen. Die Strukturen zeigen präzise Verarbeitungstechniken und umfassen Mauern sowie Plattformen, die in der bergigen Landschaft auf etwa 3.200 Metern Höhe errichtet wurden.
Die Stätte wurde ursprünglich von der Wari-Zivilisation um 600 n.Chr. gegründet und später von den Inka umgestaltet und erweitert. Diese zwei Bauphasen zeigen, wie aufeinanderfolgende Kulturen den gleichen Ort für ihre Zwecke nutzten und veränderten.
Der Name Rumicolca stammt aus der Quechua-Sprache: "rumi" bedeutet Stein und "qullqa" bezieht sich auf einen Lager- oder Speicherplatz. An diesem Ort sehen Besucher noch heute, wie diese Wörter in der Architektur lebendig werden.
Der Zugang erfolgt über die Hauptstraße zwischen Cusco und Puno in östlicher Richtung vom Huacarpay-See aus. Besucher sollten am Tage kommen und angemessene Bergausrüstung mitbringen, da die Höhenlage und das Gelände körperlich anspruchsvoll sein können.
Die Stätte funktionierte gleichzeitig als Aquädukt-System für die Wasserverteilung zu Pikillaqta und als Kontrollpunkt für Reisende. Diese doppelte Funktion machte Rumicolca zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt und einer lebenswichtigen Infrastruktur im Andenreich.
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