Provinz Tungurahua, Provinzhauptstadt im zentralen Ecuador.
Tungurahua ist eine Provinz in den ecuadorianischen Anden, die sich über Täler und Bergketten zwischen 1800 und 5000 Metern Höhe erstreckt. Das Gebiet teilt sich in neun Kantone mit Städten, Dörfern, Thermalquellen und landwirtschaftlichen Flächen entlang der Flussläufe.
Die Provinz wurde 1860 im Zuge der Reorganisation Ecuadors gegründet und diente als Bindeglied zwischen der Küste und den östlichen Regenwaldgebieten. Der Ausbau von Straßen im 20. Jahrhundert ermöglichte engere Handelsverbindungen mit den benachbarten Provinzen.
Die Region entwickelte sich aus einer langen Tradition von Handwerkskunst, die in Holzarbeiten, Lederwaren und traditionellen Textilien bis heute sichtbar ist. Lokale Feste folgen dem landwirtschaftlichen Kalender und zeigen Tänze, Musik und Kostüme, die Elemente aus vorkolumbianischer und europäischer Zeit vereinen.
Die Hauptstadt und die größeren Orte erreicht man mit Überlandbussen von den großen Städten Ecuadors aus, während kleinere Dörfer oft nur über unbefestigte Straßen zugänglich sind. Wegen der Höhenlage empfiehlt sich eine langsame Anpassung, besonders für Reisende aus niedrigeren Regionen.
Der aktive Tungurahua-Vulkan liegt am westlichen Rand und stößt gelegentlich Aschewolken aus, die über die umliegenden Täler ziehen. Die Bewohner haben Evakuierungspläne und Schutzräume in mehreren Gemeinden eingerichtet, die bei Bedarf schnell erreicht werden können.
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