Tungurahua, Aktiver Schichtvulkan in der Provinz Morona-Santiago, Ecuador
Tungurahua ist ein Stratovulkan in der Provinz Tungurahua in Ecuador, der innerhalb des Nationalparks Sangay liegt. Der Gipfel erreicht 5016 Meter Höhe und besteht aus Andesitgestein, das in mehreren Schichten übereinander liegt.
Die erste dokumentierte Besteigung erfolgte im Februar 1873 durch die deutschen Vulkanologen Alphons Stübel und Wilhelm Reiss während ihrer Südamerika-Expedition. Seit dem 19. Jahrhundert wurden mehrere Ausbruchsphasen registriert, die das umliegende Land prägten.
Der Name stammt aus dem Kichwa und bedeutet Feuerschlund, was die Beziehung der lokalen Gemeinschaften zu diesem Berg verdeutlicht. In der Region leben Familien, die seit Generationen mit den Ausbrüchen leben und gelernt haben, die Zeichen der Natur zu lesen.
Beobachtungsstationen in der Nähe überwachen die seismische Aktivität und Gasemissionen rund um die Uhr. Besucher sollten die aktuellen Warnungen der Behörden prüfen, da sich die Bedingungen schnell ändern können.
Zwischen 1999 und 2016 erlebte der Berg eine anhaltende Eruptionsphase, die den gesamten Gletscher an der Spitze verschwinden ließ. Heute sieht man an der Stelle des Eises nur noch nacktes Gestein und frische Lavaschichten.
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