Corazón volcano, Stratovulkan in der Provinz Pichincha, Ecuador.
Der Corazón ist ein inaktiver Stratovulkan in der Provinz Pichincha, im Hochland Ecuadors, und liegt südwestlich von Quito auf einer Höhe von 4.790 Metern. Seine Hänge sind von tiefen Erosionsrinnen durchzogen, die dem Berg sein markantes Relief verleihen.
Der Vulkan brach zuletzt während des Pleistozäns aus und ist seither ruhend geblieben. Im Jahr 1738 unternahmen die französischen Wissenschaftler Pierre Bouguer und Charles-Marie de La Condamine den ersten dokumentierten Aufstieg während ihrer Expedition zur Vermessung des Meridianbogens in den Anden.
Der Vulkan verdankt seinen Namen zwei tiefen Schluchten an seiner Ostseite, Verde und Mortiño, die aus der Vogelperspektive zusammen die Form eines Herzens bilden. Dieses natürliche Merkmal prägt bis heute die lokale Wahrnehmung des Berges und seine Bezeichnung in der Region.
Der Aufstieg zum Gipfel erfordert Erfahrung im Bergsteigen, geeignete Ausrüstung und ausreichend Zeit zur Akklimatisierung an die große Höhe. Das Wetter an den Hängen kann sich sehr schnell ändern, daher ist es ratsam, die lokalen Bedingungen vor dem Aufstieg zu prüfen und flexibel zu planen.
Obwohl der Gipfel des Corazón nur wenige hundert Meter niedriger liegt als der Chimborazo-Gletscher, gibt es auf ihm kein permanentes Eis, was auf die besondere Exposition und die lokalen Windverhältnisse zurückzuführen ist. Das macht den Berg zu einem vergleichsweise zugänglichen Hochgipfel der ecuadorianischen Anden ohne die Gletscherhindernisse, die für viele Nachbargipfel typisch sind.
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