Iglesia de Santo Domingo, Dominikanerkirche in der Altstadt, Ecuador
Die Iglesia de Santo Domingo ist eine katholische Kirche mit Konvent an der Calle Flores gegenüber der Plaza de Santo Domingo in der Altstadt von Quito. Die Kirche hat zehn Seitenkapellen mit Zedernholzarbeiten, die mit Blattgold überzogen sind, und die Kapelle der Jungfrau vom Rosenkranz erhebt sich in drei Ebenen über dem Bogen von Santo Domingo. Der Kreuzgang hat doppelte Arkadengänge auf achteckigen Pfeilern.
Der Bau begann 1540, als das Grundstück dem Dominikanerorden zugewiesen wurde; die endgültigen Pläne zeichnete Francisco Becerra 1581, und die Kirche wurde 1688 von Bruder Juan Mantilla vollendet. Im 19. Jahrhundert holte Präsident García Moreno italienische Ordensbrüder zur Reform der einheimischen Dominikaner; sie entfernten den Hauptaltar, den hohen Chor und einen Großteil der Barockausstattung und setzten stattdessen einen niederen Chor und einen neugotischen Altar ein.
Die Rosenkranzkapelle südlich des Querschiffs ist in drei Ebenen gebaut: die unterste für einfache Bürger, die mittlere für Priester und Behörden, die oberste für die Jungfrau vom Rosenkranz. Ab 1650 nutzten drei Bruderschaften die Kapelle, von spanischen Peninsulares und Criollos, von schwarzen Künstlern und Mestizen sowie von Indigenen, jede mit eigenem Raum.
Das Kirchengebäude steht auf unebenem Gelände, daher sind die Ebenen unterschiedlich zugänglich; ein unterstützendes Gewölbe hilft, die Struktur stabil zu halten. Besucher sollten sich auf die verschiedenen Höhenunterschiede vorbereiten, die beim Erkunden des Inneren und der Kapellen zu durchqueren sind.
Der Arco de Santo Domingo ist keine Brücke, sondern ein gemauerter Bogen, unter dessen Basis die Straße Rocafuerte ununterbrochen verläuft; auf ihm steht die Kapelle der Jungfrau vom Rosenkranz. Seine kegelförmigen Strebepfeiler erinnern an Wachposten. Der Bogen war die Antwort auf das unebene Gelände, das Kirche und Kapellen überwinden mussten.
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