Basílica del Voto Nacional, Neugotische Kirche im historischen Zentrum, Quito, Ecuador
Die Basilika der Nationalen Gelübde ist eine neugotische Kirche aus grauem Stein in der Altstadt von Quito: zwei Uhrtürme rahmen eine Giebelfassade mit Rosette und Spitzbogenportal, über dem Querschiff erhebt sich ein zweiter Turm mit durchbrochener Spitze. Das Mittelschiff misst 140 m Länge, 35 m Breite und 30 m Höhe, die Fronttürme erreichen 83 m.
Pater Julio Matovelle schlug 1883 ein Denkmal für die Weihe Ecuadors an das Heiligste Herz vor; Präsident Luis Cordero erließ im Juli das Dekret, José María Plácido Caamaño bestätigte es im März 1884. Der Grundstein wurde am 10. Juli 1892 gelegt; Johannes Paul II. segnete die Basilika 1985, die Weihe folgte am 12. Juli 1988.
Die 24 Seitenkapellen der Basilika sind je einer Provinz Ecuadors gewidmet, und wegen des Viertels Santa Prisca trägt sie auch den Namen Basílica de San Juan. Eine lokale Legende besagt, dass mit der Fertigstellung der Kirche das Weltende komme; deshalb gilt sie offiziell als unvollendet.
Gegen eine kleine Gebühr können Besucher zu einer Aussichtsplattform oben auf den Türmen steigen, die über die Stadt blickt. In der öffentlichen Krypta befindet sich das Nationalpantheon Ecuadors, in dem mehrere ehemalige Präsidenten begraben sind. Unterwegs sind viele Treppen zu bewältigen.
Die Basilika gilt offiziell als unvollendet: Eine lokale Legende besagt, dass mit dem letzten Stein das Ende der Welt komme oder Ecuador aufhöre, als souveräner Staat zu bestehen. Das Schiff war 1924 fertig, dekorative Details fehlen jedoch bis heute.
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