Región Noroeste Argentino, Geografische Region im Nordwesten Argentiniens
Der argentinische Nordwesten ist eine historische Region im nordwestlichen Argentinien, die sich über sechs Provinzen erstreckt und hohe Gebirgsgipfel, Täler mit trockenem rotem Boden, Nebelwälder und ausgedehnte Hochebenen umfasst. Die Landschaft wechselt von kargen steinigen Hochflächen auf etwa dreieinhalbtausend Metern über dem Meer zu grünen Tälern, in denen Felder mit Mais und Paprika zwischen Flüssen liegen.
Archäologische Funde zeigen, dass Menschen diese Region seit über sechstausend Jahren bewohnen und in verschiedenen Epochen Bestattungsbräuche mit Schmuck aus Muscheln und Steinen praktizierten. Später wurde das Gebiet Teil des Inka-Reiches, bevor spanische Kolonisatoren im sechzehnten Jahrhundert eintrafen und die politischen Strukturen neu ordneten.
Die Wurzeln vieler Ortsnamen stammen aus den Sprachen Quechua und Aymara, die vor der Kolonialzeit hier gesprochen wurden und heute noch das lokale Spanisch prägen. In den Dörfern finden Besucher Märkte, auf denen handgewebte Textilien mit traditionellen Mustern verkauft werden, während einheimische Musiker Charangos und Quenas bei religiösen Festen und Familientreffen spielen.
Reisende sollten für die Höhenlage Zeit einplanen, da die meisten Orte zwischen zweitausend und dreitausend Metern liegen und der Körper sich an den geringeren Sauerstoffgehalt gewöhnen muss. Die Temperaturen schwanken stark zwischen Tag und Nacht, besonders im Winter, daher sind mehrere Kleidungsschichten sinnvoll.
In der Quebrada de Humahuaca haben Erosionsprozesse über Jahrmillionen hinweg Schluchten durch Gesteinsschichten in verschiedenen Farben geschnitten, sodass Wanderer an manchen Stellen rote, gelbe und violette Streifen übereinander sehen können. Die Valles Calchaquíes zeigen ähnliche Formationen, wo Wasser und Wind steile Felswände aus buntem Sediment freigelegt haben.
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