Galán, Vulkankaldera in der Provinz Catamarca, Argentinien
Galán ist eine riesige Caldera in der Provinz Catamarca, die eine der größten freigelegten Vulkankesseln der Welt darstellt. Die Formation erstreckt sich über enorme Ausmaße und zeigt deutlich die Struktur eines großen Vulkansystems mit mehreren Becken und Geländemerkmalen.
Die Caldera entstand zwischen 5,6 und 4,51 Millionen Jahren als Ergebnis massiver vulkanischer Aktivität in dieser Region. Die Bildung wirkte sich auf die umgebende Landschaft aus und hinterließ geologische Merkmale, die heute noch sichtbar sind.
Der Name stammt aus dem Quechua: "Kkala" bedeutet "nackt" und bezieht sich auf die fehlende Vegetation. Auf dem Gipfel stehen drei steinerne Pircas, in denen Silberfigurinen und Gegenstände aus Spondylus-Muschel gefunden wurden, Belege für die Inka-Präsenz in Argentinien. Ein Inka-Tambo lag an der Laguna Diamante an einer prähistorischen Route durch die Caldera.
Die Anfahrt erfolgt mit einem 4×4 von Antofagasta de la Sierra oder vom Dorf El Peñón, wo ein Hotel mit dicken Adobe-Mauern Unterkunft bietet und ausgebildete lokale Führer angeworben werden können. Zum Calderarand führt kein sichtbarer Weg; der letzte Abschnitt ist ohne einen ortskundigen Führer nicht zu schaffen. Der Calderaboden liegt bei etwa 4500 m, daher vor dem Wandern Zeit zur Akklimatisierung einplanen.
Die Laguna Diamante im Südwesten der Caldera ist hyperalkalisch und etwa fünfmal so salzig wie das Meer. Ihr Wasser enthält viel Arsen und ist starker UV-Strahlung ausgesetzt, doch mikrobielle Matten und röhrenförmige Microbialithe wachsen darin und ernähren eine Flamingokolonie.
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