Serra do Mar, Gebirgskette im Südosten Brasiliens.
Die Serra do Mar bildet eine Kette grüner Bergmassive, die sich entlang der Atlantikküste vom Süden Rio de Janeiros bis nach Santa Catarina erstreckt. Die dichten Regenwälder bedecken steile Hänge, die plötzlich aus der Küstenebene aufragen und das Meer vom Hochland trennen.
Die portugiesischen Kolonisten erreichten die Küste im 16. Jahrhundert und fanden in diesem Gebirgszug ein erhebliches Hindernis für das Vordringen ins Landesinnere. Erst im 19. Jahrhundert entstanden Eisenbahnlinien, die durch Tunnel und steile Aufstiege den Aufstieg zum Hochland ermöglichten.
Die Gebirgskette beherbergt Siedlungen traditioneller Gemeinschaften, darunter Quilombolas und Caiçaras, die ihre Bräuche und Lebensweisen bewahren.
Mehrere Wanderwege und Aussichtspunkte entlang der Küstenstraßen bieten Zugang zu verschiedenen Abschnitten der Bergkette. Das Klima ist feucht und warm, mit häufigen Nebeln und gelegentlichen Regenschauern, besonders in den höher gelegenen Bereichen.
Ein Großteil der Wälder besteht aus Atlantischem Regenwald, einem Ökosystem, das in vielen anderen Regionen Brasiliens bereits verschwunden ist. Die dichte Vegetation hat mehrere alte Pfade konserviert, die früher von Händlern und Reisenden zwischen Küste und Hochland genutzt wurden.
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