Xapuri, Gemeinde im brasilianischen Bundesstaat Acre
Xapuri ist eine kleine Stadt im Bundesstaat Acre im Südwesten Brasiliens, gelegen am Fluss Xapuri in der Nähe der Grenze zu Peru. Die Stadt besteht aus breiten Straßen mit überwiegend hölzernen Häusern und ist von dichten Wäldern und Flüssen umgeben, die das tägliche Leben und die Wirtschaft der Bewohner prägen.
Xapuri entstand 1883 als Handelszentrum während des Gummibooms und wurde 1904 offiziell zur Stadt erhoben. Die Region wechselte nach dem Acre-Krieg von bolivianischer zu brasilianischer Herrschaft, wobei 1902 José Plácido de Castro von hier aus einen erfolgreichen Aufstand gegen die bolivianische Kontrolle anführte.
Xapuri trägt die Namen seiner historischen Verbindung zu Kautschuk und zum Fluss in sich. Die Stadt wird von den Geschichten der Kautschukzapfer geprägt, die im Alltag sichtbar werden, etwa durch traditionelle Handwerksmärkte mit Produkten aus natürlichen Materialien und die Art, wie Menschen mit dem Wald arbeiten und leben.
Die Stadt ist leicht über die Straße von Rio Branco, der Hauptstadt von Acre, zu erreichen und liegt etwa 120 Kilometer entfernt mit ruhiger Fahrt durch eine waldreiche Landschaft. Besucher sollten mit einfachen Unterkünften rechnen und festes Schuhwerk für Erkundungen tragen, da die Straßen aus Erde bestehen und die Gegend während der Regenzeit feucht wird.
Chico Mendes, ein berühmter Umweltaktivist und Kautschukzapfer, wurde hier geboren und sein Haus ist heute ein Gedenkort, der an seinen Kampf für den Waldschutz und die Rechte der Waldbewohner erinnert. Seine Geschichte ist so eng mit der Stadt verbunden, dass sie zum Symbol des Widerstands gegen die Zerstörung des Amazonas geworden ist.
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