Acre, Staatshauptstadt im westlichen Amazonasgebiet, Brasilien.
Acre ist ein Bundesstaat im westlichen Amazonasgebiet Brasiliens, der an Peru und Bolivien grenzt und von dichtem Regenwald bedeckt ist. Der Rio Acre und seine Nebenflüsse durchziehen das Gebiet, während kleine Städte und isolierte Gemeinden entlang der wenigen befestigten Straßen verstreut liegen.
Das Gebiet wurde Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts von Bolivien an Brasilien abgetreten, nachdem Gummizapfer aus dem Nordosten dort Siedlungen gegründet hatten. Der Status als Bundesstaat wurde Jahrzehnte später anerkannt, als sich die Region weiter in das brasilianische Staatsgebilde integrierte.
Die Bundesuniversität Acre in Rio Branco unterhält Forschungsprogramme zur amazonischen Biodiversität, traditioneller Medizin und regionalen Entwicklung.
Die Hauptstadt Rio Branco dient als Ausgangspunkt für Reisen in entlegene Gebiete, wobei Flussboote und Kleinflugzeuge oft die einzigen Verbindungen zu abgelegenen Ortschaften sind. Regenzeit und Trockenzeit prägen stark die Zugänglichkeit vieler Wege und Wasserwege im Landesinneren.
Archäologen haben unter dem Blätterdach geometrische Erdwerke gefunden, die vermutlich von Gesellschaften angelegt wurden, die lange vor der europäischen Ankunft in diesem Teil des Regenwaldes lebten. Diese Strukturen deuten darauf hin, dass die Region dichter besiedelt war, als früher angenommen wurde.
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