Tasman-Gletscher, Gletscher im Aoraki Mount Cook Nationalpark, Neuseeland
Der Haupapa, auch als Tasman-Gletscher bekannt, ist ein Gletscher im Aoraki Mount Cook Nationalpark in Neuseeland und erstreckt sich über mehr als 23 Kilometer durch die Südalpen. Die Oberfläche wirkt wie eine rollende Fläche aus grauweißem Eis zwischen steilen Felswänden, die durch das Mackenzie-Becken fließt und in einem Gletschersee endet.
Der Gletscher entstand in der letzten Eiszeit vor etwa 18.000 Jahren und reichte einmal bis zur Ostküste der Südinsel, bevor er sich zurückzog. In den letzten 50 Jahren hat das Schmelzen die Eisfläche um mehr als 200 Meter gesenkt und die riesige Front in eine Rückzugslandschaft verwandelt, die sich jeden Sommer weiter verkleinert.
Der Māori-Name Haupapa stammt vom Ngāi Tahu-Stamm, der die Gletscher als Wasserquellen betrachtet, die mit seiner spirituellen Geographie verbunden sind. Entlang der Wege finden Besucher Informationstafeln, die alte Geschichten darüber erzählen, wie das Eis seit Jahrhunderten das Leben und die Reisen in dieser Bergregion geprägt hat.
Die meisten Besucher erreichen den Gletschersee im Tal mit einer kurzen Wanderung vom Dorf White Horse Hill und können von dort aus Bootstouren oder Hubschrauberflüge unternehmen. Von November bis April sind die Wege offen und das Wetter bleibt für Ausflüge auf das Eis am stabilsten.
Eisblöcke im Gletschersee können bis zu 20 Meter hoch aufragen und treiben tagelang in der milchig-weißen Flüssigkeit umher, bevor sie schmelzen oder ans Ufer treiben. Wenn sie abbrechen, erzeugen sie laute, hallende Explosionen, die von den umgebenden Gipfeln widerhallen.
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