100th meridian west, Geografischer Meridian in Nordamerika
Der hundertste Längengrad west verläuft als gedachte Linie vom Nordpol bis zur Antarktis und durchquert dabei unter anderem Kanada, die Vereinigten Staaten und Mexiko. Er markiert eine klimatische Schwelle, an der die feuchteren östlichen Ebenen in trockenere westliche Regionen übergehen.
Der Geologe John Wesley Powell beschrieb diesen Längengrad im Jahr 1878 als natürliche Trennlinie zwischen den feuchten Ostgebieten und den trockenen Westregionen der Vereinigten Staaten. Seine Erkenntnisse beeinflussten später die Siedlungspolitik und die landwirtschaftliche Planung in den Great Plains erheblich.
Die landwirtschaftlichen Praktiken ändern sich deutlich entlang dieser gedachten Grenzlinie, wobei östlich davon der Getreideanbau die Felder prägt. Weiter westlich nehmen Viehweiden und Bewässerungslandwirtschaft zu, da die natürliche Regenmenge für herkömmliche Feldfrüchte nicht mehr ausreicht.
Die gedachte Linie durchquert mehrere Bundesstaaten und Provinzen, darunter Manitoba, North Dakota, South Dakota, Nebraska, Kansas, Oklahoma und Texas sowie östliche mexikanische Bundesstaaten. Wer durch diese Regionen reist, kann den allmählichen Wandel der Landschaft von grüneren Ebenen zu trockeneren Steppen beobachten.
Klimaforscher haben in jüngerer Zeit festgestellt, dass sich diese Trockengrenze nach Osten verschiebt und nun eher beim 98. Längengrad verläuft. Manche Orte, die früher ausreichend Niederschlag erhielten, liegen heute in der Übergangszone und brauchen zunehmend Bewässerung für den Anbau.
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