Chamá, Maya-Ausgrabungsstätte in San Pedro Carchá, Guatemala.
Chamá ist eine kleine Maya-Stätte der Spätklassik im Chixoy-Tal in Alta Verapaz, wo der Temal oder Tsalba in den Chixoy mündet. Erwin Dieseldorff, vom Gutsbesitzer Ebenezar Cary eingeladen, erfasste ab 1893 vier Plätze; das Haupthaus der Finca stand auf Platz 1, dessen höchster Hügel an der Südwestecke lag.
Die Stätte entwickelte sich während der Maya-Klassik und wurde durch Ausgrabungen von Robert J. Burkitt in den frühen 1900er Jahren bekannt. Diese Grabungen der Universität von Pennsylvania legten den Grundstein für unser Verständnis des Ortes.
Zylindrische Gefäße im Chamá-Stil tragen am Rand und am Boden schwarz-weiße Zickzackbänder, gemalt in Weiß, Rot und Schwarz auf gelb-orangegrund. Ihre Szenen zeigen vermenschlichte Tiere, Gottheiten und mythologische Episoden statt Höflingen oder Kriegern. Das Penn Museum bewahrt Stücke mit Herkunftsangaben auf, die die Anthropologin Elin C. Danien untersuchte.
Der Ort liegt etwa 50 Kilometer nordwestlich von San Pedro Carchá und erfordert Planung für die Anreise und geführte Besichtigungen. Es ist sinnvoll, sich vorher zu informieren und lokale Führer zu nutzen, um die Stätte vollständig zu verstehen.
Das bekannteste Gefäß von Chamá, K0593, wurde von Ebenezer Cary, einem früheren Besitzer der Finca Chamá, entdeckt und zeigt eine Szene des Gottes L; Erwin Dieseldorff nannte es „das Hauptgefäß von Chamá“. Ein Krug mit eingeritztem Bild des Gottes N aus der Fundstätte befindet sich heute in Berlin.
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