Semuc Champey, Natürliche Kalksteinbecken in Alta Verapaz, Guatemala
Semuc Champey ist eine natürliche Kalksteinbrücke in der Provinz Alta Verapaz in Guatemala die sich etwa 300 Meter über den Cahabón-Fluss erstreckt. Eine Reihe von terrassenförmigen Becken mit türkisfarbenem und grünem Wasser bildet sich auf der Oberfläche während der Fluss darunter durch einen Tunnel fließt.
Die Q'eqchi'-Maya kannten diese Stelle seit Jahrhunderten bevor Außenstehende den Ort in den 1950er Jahren dokumentierten. Das guatemaltekische Parlament erklärte das Gebiet 2005 durch Dekret 025 zu einem geschützten Naturdenkmal um die Formation vor Schäden zu bewahren.
Der Q'eqchi'-Name bedeutet dort wo der Fluss unter den Steinen verschwindet und weist auf die jahrhundertealte Beziehung der Maya-Gemeinden zu diesem Ort hin. Besucher können heute noch sehen wie die umliegenden Dörfer ihre Verbindung zur Natur pflegen und Heilpflanzen aus dem Regenwald nutzen.
Der Weg zum Eingang führt über eine kurvenreiche Schotterstraße die oft schwer passierbar ist und die meisten Besucher nehmen einen lokalen Fahrer von der Stadt Lanquín aus. Ein steiler Aussichtspfad bietet einen Überblick über die Becken und erfordert etwa 45 Minuten Aufstieg durch den Dschungel.
Das Wasser in den Becken stammt nicht vom Hauptfluss sondern von kleineren Bächen die von den Hängen herabfließen und sich auf der Kalksteinoberfläche sammeln. Der Cahabón selbst ist unter der Brücke hörbar und taucht etwa 400 Meter flussabwärts wieder auf wo das Wasser schäumend aus dem Felsen hervorbricht.
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