Naj Tunich, Ritualhöhle in Poptún, Guatemala
Naj Tunich ist eine Karsthöhle in der Region Poptún mit mehreren Kammern, die mit Maya-Bildern und Schriftzügen bedeckt sind. Die Höhle umfasst etwa 2.600 Meter Gänge und enthält rund 90 bildliche Darstellungen sowie Hunderte von Hieroglyphen aus der Zeit der Maya-Klassik.
Ein Jäger namens Bernabé Pop entdeckte die Höhle 1979 und machte damit eines der wichtigsten Maya-Heiligtümer bekannt. Archäologische Untersuchungen zeigen später, dass der Ort von etwa 400 v. Chr. bis 900 n. Chr. für religiöse Zeremonien genutzt wurde.
Der Ort zeigt Handabdrücke und Darstellungen von Gottheiten, die verdeutlichen, wie wichtig unterirdische Räume für Maya-Rituale waren. Besucher können heute noch sehen, wie diese Bilder die Verbindung zwischen dem Alltag und religiösen Praktiken widerspiegeln.
Um die Höhle zu besuchen, benötigt man Genehmigungen und sollte einen Guide buchen sowie festes Schuhwerk und eine Taschenlampe mitbringen. Die Wege sind uneben und teilweise eng, daher ist eine gute Vorbereitung wichtig, um den Besuch sicher und angenehm zu gestalten.
Nach Beschädigungen in den 1980er Jahren bauten Behörden eine genaue Kopie der Höhle in der Nähe, um die ursprünglichen Kunstwerke zu bewahren. Diese Nachbildung ermöglicht Besuchern heute, die künstlerischen Details zu sehen, ohne den fragilen archäologischen Fund zu gefährden.
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