Morro del Tulcán, Präkolumbische Pyramide in Popayán, Kolumbien.
Morro del Tulcán ist eine künstliche Erhebung in Form einer abgestumpften Pyramide in Popayán, die auf 1.760 Metern Höhe liegt. Die Struktur besteht aus Lehmziegeln und Erdschichten, die mehrere Meter übereinander gestapelt sind.
Archäologische Arbeiten in den 1950er-Jahren zeigten, dass die Stätte zwischen 500 und 1.600 vor unserer Zeit errichtet wurde. Die Anlage diente als Begräbnisstätte und wurde später unter kolonialen Strukturen überlagert.
Die Stätte zeigt, wie indigene Gemeinschaften religiöse und zeremonielle Plätze in ihre Siedlungen integrierten. Die Bauweise mit Lehmziegeln und Erde spiegelt das handwerkliche Wissen wider, das Menschen vor hunderten von Jahren in dieser Region besaßen.
Der Ort ist das ganze Jahr über zugänglich und liegt innerhalb der Stadt Popayán, von wo aus man ihn leicht zu Fuß erreicht. Besucher sollten bequeme Schuhe tragen, da die Wege zum Gipfel ansteigen und bei schlechtem Wetter rutschig sein können.
In den 2020er-Jahren führte die Entfernung von kolonialen Denkmälern von der Stätte zu erneuerten Ausgrabungen, die mehr über die ursprüngliche Konstruktion preisgaben. Diese moderne Intervention half dabei, Schichten zu offenbaren, die lange unter späteren Überbauten verborgen waren.
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