Ermita de Jesús Nazareno, Nationaldenkmal und Einsiedelei in Popayán, Kolumbien
Die Ermita de Jesús Nazareno ist eine kleine katholische Einsiedeleikirche auf einer leichten Anhöhe im historischen Zentrum von Popayán, an der Calle 5. Ihre Mauern bestehen aus gestampfter Erde (Tapial), und ihre Fassade zeigt einen geschwungenen Giebel, der zwei Pilaster um die Tür verbindet, darüber eine Glockenmauer (Espadaña). An ihrer Nordseite verläuft die schmale gepflasterte Gasse Santa Catalina.
Die Kapelle wurde 1617 gegründet und später im Jahr 1660 einer Umgestaltung unterzogen. Diese Renovierung war durch den damaligen Bischof genehmigt worden und prägte das Aussehen des Bauwerks für die folgenden Jahrhunderte.
Der Tempel war zunächst den heiligen Barbara und Katharina von Alexandrien geweiht, die gegen Blitzschlag und plötzlichen Tod angerufen wurden, und wurde 1660 dem Jesús Nazareno gewidmet, einem besonders bei den Indigenen Popayáns verehrten Schutzpatron. Schon in den frühesten Jahren entstanden hier koloniale Cofradías, Bruderschaften, die eine Andacht förderten und deren Fest ausrichteten.
Die Kapelle steht auf einer kleinen Anhöhe an der Calle 5; an ihrer Nordseite verläuft die schmale gepflasterte Calle Santa Catalina, und die gegenüberliegende Calle de la Ermita ist der letzte erhaltene Kopfsteinpflasterabschnitt der Stadt. Die Steigung und das Pflaster machen den Zugang uneben.
Der Friedhof lag auf dem angrenzenden Grundstück, das heute Loma de Cartagena heißt und einst Lorenzo de Mendoza gehörte. Im Inneren der Kapelle waren Gewölbe und Ossuarien den Spaniern, Patronen und Inhabern von Kaplaneien vorbehalten. Bei der Restaurierung 1983 fand man ein Ossuarium auf den seitlichen Stampflehmwänden, möglicherweise Reste jenes ersten Friedhofs.
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