Amazonasregion Kolumbiens, Naturregion im Süden Kolumbiens.
Die kolumbianische Amazonasregion ist ein weites Gebiet aus dichten tropischen Wäldern und großen Flussnetzwerken im Süden des Landes. Sie grenzt an Peru und Brasilien und gehört zu den am dünnsten besiedelten Teilen Kolumbiens.
Zahlreiche indigene Völker bewohnen das Gebiet seit Jahrtausenden und haben ihre Sprachen und Lebensweisen bewahrt. Während der Kolonialzeit kamen Europäer, später trieben Kautschukbarone und Goldsucher den Wandel voran.
In den kleinen Flussorten und Siedlungen sprechen die Bewohner verschiedene indigene Sprachen und halten überlieferte Kenntnisse über den Wald und seine Pflanzen lebendig. Märkte bieten Fisch aus dem Fluss, Maniok und Früchte, die seit Generationen zur täglichen Ernährung gehören.
Reisen im Inneren erfolgen hauptsächlich per Boot oder Flugzeug, da Straßen selten sind und der Wald nur wenige feste Verbindungen zulässt. Die Luftfeuchtigkeit ist hoch und es regnet häufig, daher sind leichte, schnell trocknende Kleidung und Regenschutz unverzichtbar.
Delfine mit rosafarbener Haut schwimmen in den größeren Flüssen, besonders im Putumayo und Caquetá, und tauchen manchmal neben vorbeifahrenden Booten auf. Die Tiere gelten bei vielen Flussgemeinschaften als besondere Wesen mit eigenen Geschichten und Mythen.
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