Chunchucmil, Maya-Ausgrabungsstätte im westlichen Yucatán, Mexiko.
Chunchucmil ist ein archäologisches Stätte der Maya im westlichen Yucatán, Mexiko, das auf Kalksteinuntergrund liegt und mehrere Pyramiden sowie weitläufige Wohnbereiche umfasst. Steinwege verbinden die verschiedenen Abschnitte der Anlage und machen es möglich, sich durch das Gelände zu bewegen.
Chunchucmil erlebte seinen Höhepunkt zwischen dem 4. und 7. Jahrhundert n. Chr., als es sich zu einem der bevölkerungsreichsten Orte im gesamten Maya-Gebiet entwickelte. Danach nahm die Bevölkerung schrittweise ab und die Stätte wurde schließlich verlassen.
Der Name Chunchucmil stammt aus dem Maya und bedeutet so viel wie "Ort der roten Steine", was auf die Farbe des lokalen Bodens und Gesteins hinweist. Besucher können noch heute Spuren dieser Landschaft erkennen, da der rötliche Kalkstein an vielen Stellen sichtbar an die Oberfläche tritt.
Das Gelände liegt in einem trockenen Klima mit wenig Schatten, daher sind Wasser und Sonnenschutz unbedingt erforderlich. Ein Besuch in den frühen Morgenstunden oder in den kühleren Monaten macht den Aufenthalt angenehmer.
Die Bewohner von Chunchucmil lebten nicht hauptsächlich von der Landwirtschaft, sondern kontrollierten Handelswege, die die Küste mit dem Landesinneren verbanden, und nutzten dabei Feuchtgebiete in der Nähe als Ressourcenquelle. Diese wirtschaftliche Ausrichtung war im Maya-Raum ungewöhnlich und erklärt, warum die Stadt trotz des mageren Bodens so groß werden konnte.
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