Cordillera Oriental, Gebirgskette im östlichen Bolivien.
Die Cordillera Oriental ist ein Gebirgszug im Osten Boliviens mit parallelen Kämmen, die Höhen bis etwa 6.400 Meter erreichen und von Gletschern sowie markanten Felskämmen geprägt sind. Das Gebirge verläuft über weite Strecken durch das Land und formt tiefe Täler zwischen den einzelnen Bergketten.
Der Gebirgszug entstand durch tektonische Prozesse über lange Zeiträume und wurde später von den Inka besiedelt, die im 15. Jahrhundert Pfade und Terrassen anlegten. Diese antiken Strukturen verbanden verschiedene Siedlungen und zeigen die frühe Fähigkeit, die raue Berglandschaft zu nutzen.
Die Aymara und Quechua-Gemeinschaften, die an den Hängen leben, bauen Feldfrüchte in verschiedenen Höhenzonen an und nutzen dabei das Wissen ihrer Vorfahren. Wenn man die Berghänge hinaufwandert, sieht man diese Anbauweise noch heute, wie kleine Felder sich wie Stufen die Berge hinaufziehen.
Der Zugang zu dieser Bergregion erfordert meist gutes Schuhwerk und Vorbereitung auf große Höhen, da die meisten Wege zu Fuß erkundet werden. Die Gletscher oben versorgen wichtige Gebiete weiter unten mit Wasser, weshalb Regenmonate und Trockenzeiten den Alltag der Region prägen.
Das Gebirge sitzt auf großen Zinnlagerstätten, die seit der Kolonialzeit abgebaut werden und einen Großteil des weltweiten Zinns liefern. Diese versteckten Rohstoffe unter der Oberfläche haben die Geschichte der Region für Hunderte von Jahren geprägt.
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