Casa del Cordón, Koloniales Steingebäude in Santo Domingo, Dominikanische Republik.
Casa del Cordón ist ein zweistöckiges Steingebäude in Santo Domingo mit gotisch-elisabethanischen Architekturmerkmalen. Die Struktur zeigt die charakteristische Bauweise der frühen Kolonialzeit mit massiven Mauern und einem charakteristischen Verzierungsmotiv über der Eingangstür.
Das Gebäude wurde zwischen 1503 und 1504 errichtet und diente zeitweise als Residenz des Vizekönigs Diego Kolumbus und seiner Frau María de Toledo. Es war eine der ersten bedeutenden Steinstrukturen in der Neuen Welt und markierte den Anfang europäischer Architektur in der Region.
Das Gebäude trug seinen Namen vom Franziskanerseil über dem Eingang, das Besucher heute noch sehen können. Es war lange Zeit das Zentrum für wichtige Treffen zwischen Kolonialbeamten und zeigt, wie Machthaber damals zusammenkamen.
Das Gebäude steht an der Ecke der Straßen Isabel la Católica und Emiliano Tejera im historischen Kern von Santo Domingo. Da es heute von einem Bankbüro genutzt wird, ist der Zugang für Besucher begrenzt, aber die Außenfassade ist von der Straße aus deutlich sichtbar.
Während Francis Drakes Überfall 1586 wurde das Gebäude zu einer Wägstation, wo Einwohner ihre Wertsachen wägen lassen mussten, um sie dem englischen Seeräuber zu zahlen. Diese Episode zeigt, wie der Ort selbst in Zeiten der Gefahr eine zentrale Rolle in der Stadt spielte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.