Canyon Diablo, ghost town in Coconino County, Arizona
Canyon Diablo ist eine Geisterstadt in Coconino County, Arizona, die als Eisenbahnsiedlung entstand, während der Bau einer Brücke über die tiefe Schlucht Jahre dauerte. Der Ort besteht heute aus wenigen Fundamenten aus Stein, erhalten gebliebenen Strukturen und den ursprünglichen Kalksteinträgern des alten Bahnviadukts, der später durch einen Stahlbogen ersetzt wurde.
Canyon Diablo entstand 1880 als Arbeiterlager für den Eisenbahnbau, weil die Errichtung einer Brücke über die Schlucht etwa zehn Jahre dauerte. Nach Fertigstellung der Brücke um 1890 verließen die meisten Bewohner den Ort, doch eine neue Bahnstation 1886 führte zu kurzzeitiger Belebung, bevor der Ort endgültig verfiel.
Der Name "Canyon Diablo" stammt von Lieutenant Amiel Whipple, der das Tal 1853 während einer Vermessung "Teufelschlucht" nannte, weil die enge Passage sein Durchkommen erschwerte. Die Siedlung übernahm später diesen Namen und machte ihn durch ihre wilde Reputation berüchtigt.
Die Zufahrt zu Canyon Diablo erfolgt über eine raue Straße, die von der Abfahrt Two Guns (Exit 230) an der Interstate 40 etwa drei Meilen nach Norden führt. Fahrzeuge mit erhöhter Bodenfreiheit sind ideal, aber auch normale Autos können den Weg mit Vorsicht befahren.
Auf dem Friedhof Boot Hill ruht Herman Wolf, ein Kaufmann aus Deutschland, dessen Grabstein heute eines der wenigen Überbleibsel des Ortes ist und dessen friedlicher Tod 1899 eine Ausnahme in dieser sonst wilden Stadt darstellte. Sein Marker ist eine stille Erinnerung an einen Einzelnen, der den Ort überlebte, während die meisten anderen verschwanden.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.