Santa Maria Maggiore, Papstbasilika im Stadtteil Monti, Rom, Italien
Santa Maria Maggiore ist eine päpstliche Basilika im römischen Stadtteil Monti, die eine Grundfläche von 92 mal 80 Metern einnimmt und deren Campanile 75 Meter in die Höhe ragt. Die Innenräume zeigen ein dreischiffiges Langhaus mit 36 ionischen Säulen und eine Kassettendecke aus der Renaissance, während die Fassaden barocke und mittelalterliche Elemente kombinieren.
Papst Sixtus III. ließ den Bau im Jahr 432 nach Christus vollenden, nachdem das Konzil von Ephesos die göttliche Mutterschaft Mariens anerkannt hatte. Spätere Päpste fügten im Laufe der Jahrhunderte Kapellen, Fassaden und den Glockenturm hinzu, wodurch romanische, Renaissance- und Barockstile nebeneinander stehen.
Die Bezeichnung leitet sich von einer Augustnacht im Jahr 352 nach Christus ab, als angeblich Schnee auf dem Esquilin-Hügel fiel und den Grundriss vorgab. Besucher sehen heute Marmorsäulen aus antiken römischen Tempeln, die in das Kirchenschiff eingefügt wurden und die Verbindung zwischen heidnischer und christlicher Vergangenheit zeigen.
Der Eingang liegt an der Piazza di Santa Maria Maggiore, wenige Gehminuten vom Bahnhof Termini entfernt und für Rollstuhlfahrer über eine Rampe zugänglich. Wer die Krypta und die Obergeschosskapellen sehen möchte, sollte zusätzliche Zeit einplanen, da sie über separate Eingänge erreichbar sind.
Der Boden des Mittelschiffs folgt einem geometrischen Muster aus Porphyr und grünem Marmor, das im 12. Jahrhundert von römischen Steinmetzen der Cosmaten-Familie verlegt wurde. Diese Technik, die kleine farbige Steine in wiederholte Kreise und Quadrate einbettet, findet sich nur in wenigen mittelalterlichen Kirchen Roms.
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