Laokoon-Gruppe, Hellenistische Marmorskulptur in Vatikanischen Museen, Vatikanstadt
Laokoon und seine Söhne ist eine Marmorgruppe im Pio-Clementino-Museum, die drei männliche Figuren und zwei gewundene Seeschlangen zeigt. Die Körper winden sich spiralförmig umeinander, wobei Arme und Beine sich überkreuzen und die Gesichter Schmerz ausdrücken.
Arbeiter entdeckten die Gruppe 1506 auf dem Oppius-Hügel nahe der Domus Aurea und Michelangelo war bei der Freilegung dabei. Papst Julius II. ließ das Werk kurz danach in den Vatikan bringen, wo es bis heute geblieben ist.
Der Name Laokoon stammt aus griechischen Mythen und seine Darstellung zeigt einen Moment verzweifelter Todesangst, den Betrachter noch heute nachvollziehen können. Die drei Figuren ringen gemeinsam gegen die Schlangen und bilden eine dichte Gruppe, die körperliches Leiden und familiäre Verbundenheit zugleich ausdrückt.
Die Skulptur steht in einem eigenen Raum im Pio-Clementino-Museum und ist von allen Seiten zugänglich. Besucher können nahe herantreten und die Oberfläche aus verschiedenen Winkeln betrachten, um Details der Muskulatur und Gesichtsausdrücke zu erkennen.
Der rechte Arm des Priesters fehlte vierhundert Jahre lang, bis Archäologe Ludwig Pollak ihn 1906 in einer römischen Steinmetzwerkstatt fand. Das Fragment passte genau und wurde an die Hauptfigur angefügt, wodurch die ursprüngliche Haltung wiederhergestellt wurde.
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