Nil, Antike Marmorstatue im Museo Chiaramonti, Vatikanstadt.
Die Skulptur Nil stellt einen alten Mann dar, der Weizen und ein Füllhorn hält, und ist aus Marmor gehauen. Das Werk ruht auf einer Sphinx und misst etwa 165 cm in der Höhe und 310 cm in der Breite.
Die Statue wurde 1513 auf dem Campo Marzio entdeckt, wo sie den Tempel Iseo Campense schmückte, der den ägyptischen Gottheiten Isis und Serapis geweiht war. Dieser Fund zeugt von der tiefen Verwurzelung ägyptischer Kulte im antiken Rom.
Der Sockel der Skulptur zeigt Kinder, Nilpferde und Krokodile in einer Nillandschaft. Diese Details zeigen, wie die Römer den Fluss als Symbol für Fruchtbarkeit und das Leben in Ägypten betrachteten.
Die Skulptur befindet sich im Museo Chiaramonti der Vatikanischen Museen und ist leicht zu finden, wenn man dem Hauptweg durch den Komplex folgt. Es empfiehlt sich, genügend Zeit einzuplanen, da sich die Sammlung über lange Korridore erstreckt.
Die kleinen Kinderfiguren am Sockel der Statue sollen die jährlichen Überschwemmungen des Nils darstellen: Je höher das Wasser stieg, desto mehr Kinder kletterten an den Seiten empor. Diese ungewöhnliche Art der Darstellung machte die Skulptur zu einem bewunderten Werk in der Antike.
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