Mater Ecclesiae, Kloster in den Vatikanischen Gärten, Vatikanstadt
Das Mater Ecclesiae Kloster ist ein kontemplatives Ordenshaus in den Vatikanischen Gärten innerhalb der vatikanischen Stadtmauern. Die Anlage erstreckt sich über vier Etagen mit Gemeinschaftsräumen, einer Kapelle, zwölf Klosterzellen und einem eigenen Gemüsegarten.
Johannes Paul II. gründete dieses Kloster im Jahr 1994 an der Stelle des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der vatikanischen Polizei. Die päpstliche Entscheidung sollte eine dauerhafte Gebetsstätte für kontemplative Schwesterngemeinschaften im Herzen des Vatikans schaffen.
Der Orden der Klarissen, die Unbeschuhten Karmelitinnen und die Benediktinerinnen leben hier abwechselnd in klösterlicher Stille und widmen ihre Tage dem Gebet für die Anliegen der Weltkirche. Die Schwestern folgen dabei ihrer jeweiligen Ordensregel und pflegen ihre eigene monastische Tradition innerhalb dieser päpstlichen Einrichtung.
Das Gouvernorat des Staates der Vatikanstadt verwaltet alle organisatorischen und technischen Angelegenheiten rund um den laufenden Klosterbetrieb. Besucher haben keinen Zugang zu diesem abgeschiedenen Gebäude, da es ausschließlich den dort lebenden Ordensschwestern vorbehalten ist.
Benedikt XVI. verbrachte seine letzten Jahre als emeritierter Papst in diesem Kloster, von 2013 bis zu seinem Tod 2022. Seine Anwesenheit machte das Gebäude zum ersten dauerhaften Wohnsitz eines zurückgetretenen Papstes in der modernen Kirchengeschichte.
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