Petrusgrab, Archäologische Stätte unter dem Petersdom, Vatikanstadt
Das Grab des heiligen Petrus ist eine antike Grabstätte unter dem Petersdom in der Vatikanstadt. Die Anlage besteht aus mehreren unterirdischen Kammern, Sarkophagen und einem einfachen Altar, der direkt unter der großen Kuppel der Basilika liegt.
Archäologen entdeckten die Grabstätte während Ausgrabungen zwischen 1939 und 1949 unter Papst Pius XII. Die erste Kirche über dem Grab wurde im 4. Jahrhundert errichtet, nachdem das Christentum im Römischen Reich erlaubt worden war.
Der Name des Grabs stammt aus dem überlieferten Glauben, dass Petrus an dieser Stelle nach seiner Kreuzigung im nahegelegenen Circus des Nero begraben wurde. Besucher sehen heute eine kleine Gedenkwand aus dem 2. Jahrhundert, die mit roten Inschriften versehen ist und seit frühester Zeit als Pilgerziel diente.
Reservierungen müssen mehrere Monate im Voraus über das vatikanische Büro für Ausgrabungen erfolgen, da die Führungen auf kleine Gruppen beschränkt sind. Die Besichtigung erfolgt zu Fuß durch enge Gänge mit unregelmäßigen Stufen, daher ist festes Schuhwerk empfehlenswert.
Die Ausgräber fanden eine rote Ziegelmauer, die als ältestes Zeugnis einer christlichen Pilgerverehrung gilt und bereits im 2. Jahrhundert genutzt wurde. Die Mauer trägt zahlreiche Graffiti von frühen Gläubigen, die um Fürsprache baten und ihre Namen hinterließen.
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