Vatikanische Grotten, Unterirdisches Mausoleum in der Petersbasilika, Vatikanstadt.
Die vatikanischen Grotten liegen drei Meter unterhalb des Bodenniveaus des Petersdoms und umfassen ein Netz aus Kammern, Kapellen und Grabgewölben entlang mehrerer Korridore. Die unterirdische Anlage erstreckt sich direkt unter dem Kirchenschiff und beherbergt zahlreiche Grabstätten sowie archäologische Überreste früherer Bauwerke.
Die Bauarbeiten an den Grotten begannen 1590 unter der Leitung des Architekten Antonio da Sangallo des Jüngeren, um die Renaissancebasilika zu stützen und dabei ältere Strukturen zu erhalten. Die unterirdischen Räume entstanden während der umfassenden Neugestaltung des Petersdoms, die frühere Bauetappen einbezog.
Die unterirdischen Kammern bewahren die Gräber von 91 Päpsten und weiteren bedeutenden Personen der Kirchengeschichte. Zu den Bestatteten gehören auch Königin Christina von Schweden und andere europäische Herrscher, die hier ihre letzte Ruhe fanden.
Der Zugang erfolgt über die Basilika, und Besucher folgen markierten Wegen durch die unterirdischen Gänge. Die Raumhöhe und die engen Durchgänge erfordern ruhiges Gehen, und einige Bereiche sind für Rollstuhlfahrer nur eingeschränkt zugänglich.
Die zentrale Zone beherbergt die Clementinische Kapelle mit einem Altar aus dem 17. Jahrhundert, der nahe dem Grab des heiligen Petrus steht und durch eine weiße Marmorverkleidung gekennzeichnet ist. Diese Stelle liegt tiefer als die umliegenden Grabkammern und markiert das spirituelle Herz der Anlage.
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