Vatikanische Nekropole, Archäologische Nekropole unter dem Petersdom, Vatikanstadt
Die Vatikanische Nekropole ist eine archäologische Grabstätte unter dem Petersdom im Vatikanstaat, die sich über mehrere unterirdische Ebenen erstreckt. Die Anlage umfasst schmale Gänge zwischen Ziegelgräbern und größeren Mausoleen, deren Wände teilweise noch Fresken und Mosaikarbeiten aus der römischen Kaiserzeit tragen.
Die Gräber entstanden ab dem ersten Jahrhundert, als wohlhabende römische Familien ihre Verstorbenen entlang einer alten Straße am Vatikanhügel bestatteten. Im vierten Jahrhundert ließ Konstantin Teile der Anlage zuschütten, um darüber die erste Basilika zu errichten.
Die Grabkammern zeigen Wandmalereien mit christlichen und heidnischen Motiven nebeneinander, da sich Familien verschiedener Glaubensrichtungen denselben Begräbnisraum teilten. Inschriften an den Wänden tragen oft griechische und lateinische Namen, was die multikulturelle Zusammensetzung der Gemeinde zur damaligen Zeit widerspiegelt.
Der Besuch ist nur mit Führung möglich und muss mehrere Wochen im Voraus beim Ausgrabungsamt des Vatikans gebucht werden. Die Gruppen bleiben klein, um die empfindlichen Strukturen zu schonen, und der Rundgang führt durch enge, teils niedrige Gänge.
Archäologen fanden mehr als zwanzig Grabbauten, von denen einige bis zu tausend Bestattungen aufnehmen konnten. Eine kleine Kammer trägt Graffiti aus dem zweiten Jahrhundert, die von Pilgern stammen, die das vermutete Grab des Apostels verehrten.
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