Michaelertrakt, Kaiserliche Palastfassade in Innere Stadt, Österreich
Der Michaelertrakt ist der nördliche Flügel der Hofburg in der Inneren Stadt in Wien, Österreich, mit einer geschwungenen Fassade, einer großen Kupferkuppel und zwei Brunnengruppen, die symmetrisch davor angeordnet sind. Im Inneren befindet sich ein Zeremonienraum mit Säulengängen und aufwendig gestalteten Kronleuchtern, der einst für höfische Empfänge genutzt wurde.
Der ursprüngliche Entwurf für den Michaelertrakt stammt von Johann Bernhard Fischer von Erlach, der ihn Anfang des 18. Jahrhunderts konzipierte, doch der Bau kam lange Zeit nicht über erste Ansätze hinaus. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Gebäude unter Kaiser Franz Joseph I. fertiggestellt.
Der Michaelertrakt markiert den Haupteingang zur Hofburg und ist damit eine der meistgenutzten Durchgangsstellen im Stadtzentrum. Wer durch das Tor tritt, wechselt in wenigen Schritten vom belebten Stadtleben in die ruhigeren Innenhöfe der ehemaligen Kaiserresidenz.
Der Michaelertrakt ist gut sichtbar vom Michaelerplatz aus, der direkt vom Kohlmarkt aus zu erreichen ist. Wer die Reliefgruppen an der Fassade aus der Nähe betrachten möchte, sollte sich etwas Zeit nehmen und sich dem Gebäude von verschiedenen Seiten nähern.
Unter dem Michaelerplatz davor wurden bei Ausgrabungen in den 1990er Jahren Überreste von Gebäuden aus der Römerzeit und dem Mittelalter gefunden. Diese Funde sind heute in einem kleinen offenen Schaubereich auf dem Platz selbst zu sehen.
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