Stallburg, Renaissanceschloss in der Inneren Stadt, Wien, Österreich.
Die Stallburg ist ein Renaissance-Schloss in der Inneren Stadt Wiens mit vier Geschossen und symmetrischen Arkadenhöfen mit Steinsäulen, die mehrere miteinander verbundene Flügel um einen zentralen quadratischen Innenhof arrangieren. Das Bauwerk verbindet aristokratische Architektur mit seiner heutigen praktischen Nutzung als Stall- und Ausbildungsstätte.
Kaiser Ferdinand I. beauftragte die Errichtung 1559, und unter Maximilian II. wurde das ursprüngliche Wohnschloss ab 1565 in kaiserliche Stallungen umgewandelt. Diese Umnutzung markierte den Beginn seiner fünfhundertjährigen Geschichte als Pferdestall.
Das Gebäude war von 1659 bis 1776 Heimat der Gemäldesammlung von Erzherzog Leopold Wilhelm mit etwa 1400 Werken, die später zur Grundlage des Kunsthistorischen Museums wurden. Diese Kunstsammlung machte den Ort zu einem wichtigen kulturellen Zentrum und prägte das künstlerische Erbe Wiens nachhaltig.
Der Ort beherbergt die Lipizzaner-Pferde der Spanischen Reitschule und bietet geführte Touren durch die Reitschul-Organisation an. Besucher sollten sich informieren, welche Bereiche zugänglich sind, da nur bestimmte Teile des Komplexes für die Öffentlichkeit geöffnet sind.
Der Erdgeschossbereich bewahrt die ursprüngliche Renaissancearchitektur und funktioniert noch immer als Stall, wobei eine vierhundertfünfzigjährige Tradition der Unterbringung kaiserlicher Pferde erhalten bleibt. Diese kontinuierliche Nutzung macht es zu einem der wenigen europäischen Orte, an dem sich die ursprüngliche Funktion über Jahrhunderte hinweg nicht verändert hat.
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