Macht zur See, Monumentalbrunnen am Michaelertrakt der Hofburg, Wien, Österreich
Macht zur See ist ein monumentaler Brunnen am Michaelertrakt der Hofburg in Wien, der eine zentrale Gestalt Österreichs auf einem Schiffsbug zeigt, begleitet von Neptun und maritimen Wesen aus rotem Granit und Marmor. Die Brunnenanlage besitzt ein symmetrisches Design, das mit ihrem Gegenstück Macht zu Lande am Eingang des Michaelerplatzes einen ausgewogenen visuellen Rahmen schafft.
Der Brunnen wurde 1893 von Rudolf Weyr geschaffen und spiegelt Österreichs Verbindung zum maritimen Handel in der späten Kaiserzeit wider. Das Werk entstammt einer Periode, in der Österreich seine Großmachtposition und seine wirtschaftlichen Verbindungen zur See unterstreichen wollte.
Die Neptun-Figur in der Brunnenanlage stellt einem Bericht zufolge Friedrich Uhl dar, den damaligen Chefredakteur der Zeitung Wiener Zeitung. Diese Verbindung zwischen Kunstwerk und zeitgenössischer Persönlichkeit prägt die Bedeutung des Brunnens für die Stadt.
Der Brunnen befindet sich an einem zentralen Platz und ist leicht zu finden, wenn man sich dem Michaelerplatz nähert. Der beste Ort zum Betrachten liegt direkt vor dem Palasteingang, wo man die Details und das Zusammenspiel mit dem Gegenstück vollständig erfassen kann.
Der Brunnen verbindet Materialien aus mehreren europäischen Ländern: rotes Granit aus Schweden für das Becken, Marmor aus Italien und Konglomerat von lokalen Steinbrüchen für die Felsenformationen. Diese internationale Zusammensetzung zeigt das kosmopolitische Selbstverständnis der österreichischen Monarchie in ihrer Blütezeit.
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