Reichshofkanzlei, Regierungsgebäude in Innere Stadt, Wien, Österreich
Der Reichskanzleitrakt ist ein Flügel des Hofburg-Palastkomplexes im Ersten Bezirk von Wien, der sich durch seine barocke Fassade und reich verzierte Architekturdetails auszeichnet. Das Gebäude verbindet repräsentative Staatsräume mit ehemaligen kaiserlichen Privatgemächern, die heute als Ausstellungsräume genutzt werden.
Der Bau begann 1723 auf Befehl Kaiser Karls VI., nach Entwürfen von Johann Lucas von Hildebrandt. Joseph Emanuel Fischer von Erlach übernahm das Projekt und vollendete es 1730.
Der Reichskanzleitrakt beherbergt die Kaiserappartements, wo Besucher heute original erhaltene Möbel, Tapeten und persönliche Gegenstände aus der Zeit Franz Josephs I. besichtigen können. Die Einrichtung der Räume vermittelt einen konkreten Eindruck davon, wie ein habsburgischer Herrscher seinen Alltag in diesen Gemächern verbrachte.
Das Gebäude liegt im Herzen des Hofburg-Komplexes und ist von der Wiener Innenstadt problemlos zu Fuß erreichbar. Der Zugang zu den Ausstellungsräumen ist an die Öffnungszeiten des Museums gebunden, daher empfiehlt es sich, den Besuch entsprechend zu planen.
Der Flügel trug ursprünglich den Namen "Reichskanzleitrakt", weil er die Kanzlei des Heiligen Römischen Reiches beherbergte, also das Verwaltungszentrum des Habsburgerreiches. Diese Funktion ist heute kaum bekannt, obwohl sie dem Gebäude seinen Namen gegeben hat.
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