Meghna, Großes Flusssystem im östlichen Bangladesch
Der Meghna ist ein Fluss im Osten Bangladeschs, der sich über 264 Kilometer durch mehrere Distrikte zieht und stellenweise 13 Kilometer breit wird, bevor er in den Golf von Bengalen mündet. An vielen Uferstellen stehen Dörfer auf erhöhten Flächen, während die breiten Wasserläufe sich zwischen Schwemmland und Sandbänken hindurchschlängeln.
Der Flusslauf entstand durch den Zusammenschluss der Flüsse Surma und Kushiyara, die sich im Laufe von Jahrhunderten zu einem der Hauptwasserläufe im Ganges-Delta entwickelten. Handelsrouten führten früher durch diese Wasserwege und verbanden Küstendörfer mit Binnenstädten.
Der Name stammt vom Sanskrit-Wort für Wolke und spiegelt sich in den täglichen Beobachtungen der Einheimischen wider, die bei Wetterveränderungen auf das Wasser schauen. Fischer und Reisbauern entlang des Ufers richten ihre Arbeitszeiten nach den Tidenschwankungen aus, die den Rhythmus in den Dörfern vorgeben.
Boote verschiedener Größen fahren ganzjährig auf dem Wasser, und an mehreren Stellen entlang des Ufers lassen sich lokale Fährstationen finden. Während der Monsunzeit steigt der Wasserstand merklich, wodurch Ufergebiete zeitweise überflutet werden können.
Bei Springfluten kann das Wasser hier plötzlich um bis zu 6 Meter ansteigen, was in den Nebenkanälen eine spürbare Strömung auslöst. Diese Schwankungen beeinflussen auch das Verhalten von Fischarten, die sich zwischen Süß- und Brackwasserzonen bewegen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.