Ganges, Heiliger Fluss in Nordindien
Der Ganges zieht sich über mehr als 2.500 Kilometer vom Gangotri-Gletscher in Uttarakhand durch Nordindien und Bangladesch bis zur Mündung in den Golf von Bengalen. Sein Flussbett durchquert Ebenen, Städte und weite Felder, wo Kanäle und Wasserläufe in alle Richtungen abzweigen, um das umliegende Land zu bewässern.
Schon vor mehr als 3.000 Jahren siedelten Gemeinschaften entlang des Flusses, der später das Reich der Maurya und andere Herrschaftsgebiete nährte. Im Laufe der Zeit entwickelten sich an den Ufern Städte, die Religion, Handel und Landwirtschaft verbanden und bis heute eine zentrale Rolle im Leben der Region spielen.
Entlang der Ufer versammeln sich täglich Menschen zum Baden, Beten und für Zeremonien, die Teil des Alltagslebens in den Städten am Fluss sind. In Varanasi und anderen Orten sieht man von früh bis spät Pilger, die ins Wasser steigen, Blumen streuen und Öllampen auf dem Strom treiben lassen.
An vielen Stellen kann man das Ufer hinuntergehen und den Fluss aus der Nähe betrachten, oft über Steintreppen und Ghats, die direkt zum Wasser führen. Strom und Wasserpegel ändern sich mit den Jahreszeiten; in der Monsunzeit schwillt das Wasser an und nach der Regenzeit fällt es wieder ab.
Im Wasser leben über 140 Fischarten und seltene Tiere wie der Gangesdelfin, der zu den wenigen Süßwasserdelfinarten der Welt gehört. Manche Abschnitte beherbergen auch Ghariale, Krokodile mit langen, schmalen Schnauzen, die man nur noch selten in freier Wildbahn antrifft.
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