Kernkraftwerk Ruppur, Kernkraftwerk in Ishwardi Upazila, Bangladesch.
Rooppur besteht aus zwei VVER-1200-Reaktoren am Ufer des Padma-Flusses, 160 Kilometer nordwestlich von Dhaka, die zusammen 2400 Megawatt Strom erzeugen. Die gesamte Anlage erstreckt sich über ein gesichertes Gelände mit Kühlsystemen, Kontrollgebäuden und Infrastruktur für den Betrieb der beiden Blöcke, die parallel arbeiten.
Die ersten Überlegungen zu diesem Kraftwerk entstanden 1961, die Standortwahl erfolgte 1963, doch der eigentliche Bau begann erst im November 2017 nach Vereinbarungen mit Russland. Die erste Brennstofflieferung erreichte die Baustelle mehrere Jahrzehnte nach den ursprünglichen Plänen und markierte den Übergang von der Planung zum tatsächlichen Betrieb.
Das Projekt steht für den Beginn der Atomkraft in Bangladesch und verändert damit die Art, wie das Land Energie gewinnt. Es zeigt einen technischen Wandel in Südasien und markiert den Schritt weg von den bisherigen Kraftwerken, die mit Kohle, Gas oder Wasser arbeiten.
Das Gelände liegt am rechten Ufer des Padma, über Straßen von den nächstgelegenen Ortschaften erreichbar, und unterliegt strengen Zugangsregeln wegen der Sicherheitsanforderungen. Besuche sind nur nach vorheriger Genehmigung möglich, daher sollte man sich bei den zuständigen Behörden erkundigen, bevor man zur Anlage fährt.
Nach einem Abkommen mit Rosatom kehren alle verbrauchten Brennelemente aus Rooppur zur Wiederaufbereitung nach Russland zurück, wodurch der gesamte Brennstoffkreislauf außerhalb des Landes abgewickelt wird. Diese Regelung entlastet Bangladesch von der Notwendigkeit, eigene Anlagen zur Lagerung oder Verarbeitung von nuklearem Abfall zu errichten.
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